Über Bergtaucher

Anfänge

Als ich, Paulin Ritschel, anfing als Mediatorin und Vermittlerin für Wertschätzende Kommunikation zu arbeiten, wurde mir bewusst, wie wertvoll ich die Arbeit mit Stimmungsbildern oder Gefühlskarten finde – in Gruppen, in Zweiergesprächen oder auch zur Selbstklärung. Ich hatte den Bedarf nach Karten, die ich für mich und meine Arbeit als stimmig empfinde.


Prozess


Zusammen mit meiner Schwester, der Illustratorin Josephin Ritschel, begann schließlich ein mehr als einjähriger kreativer Prozess. In vielen Stunden haben wir uns über mögliche Darstellungen verschiedener Gefühle ausgetauscht und uns empathisch mit verschiedenen Gesten, Gesichtsausdrücken und Situationen auseinandergesetzt, die assoziativ bestimmte Stimmungen erkennen lassen. Dabei wurde klar, dass eine Karte auch mehrere Gefühle darstellen kann und darf. Je nachdem, was gerade im Betrachter lebendig ist.
Sehr hilfreich und wertvoll bei der Auswahl der Gefühle war die Einfühlsame Kommunikation von Marshall Rosenberg. Seine bedürfnisorientierte Sprache war und ist uns die Grundlage der Karten und ermöglichte uns ein Hineinfühlen und Dabeisein.

Eine Herausforderung


Neben einem ökologischem Anspruch (siehe Die Karten) war uns wichtig, dass die Karten nicht auf den ersten Blick Geschlechterrollen und vermeintlich typisch „männliche“ oder typisch „weibliche“ Gefühle reproduzieren. Wir wollten Personen abbilden, die geschlechtsneutral sind.
Das war gar nicht so einfach! Im Laufe des Prozesses ist uns bewusst geworden, wie viele Gesichtsausdrücke, Gesten und auch Situationen den jeweiligen Geschlechtern zugeschrieben werden. Und damit auch Gefühlsausdrücke. Da auch wir nicht ganz frei davon waren, mussten wir die Illustrationen immer wieder hinterfragen. Schließlich ist eine Figur entstanden, die in immergleicher Kleidung und Frisur versucht, gängigen Stereotypen zu entgehen und so viele verschiedene Assoziationen zulässt. Wir sehen die Entwicklung dieser Figur als dynamischen Prozess, der beweglich bleibt und Platz lässt für mögliche andere Perspektiven.

Namen


Aus diesem Prozess sind schließlich die BERGTAUCHER Empathiekarten entstanden. Wir verstehen sie als Angebot und Einladung für den ersten Schritt, in die Gefühlswelt(en) einzutauchen.
BERGTAUCHER, da uns die Gefühlswelt mehr als die Spitze des Eisbergs begegnet. Mehr als des Sichtbaren, Erkennbaren und Offensichtlichen. Für uns ist sie ein Meer an Lebendigkeit, mit all ihrer Tiefe, Unvorhersehbarkeit und Schönheit.
Wie beim Bild des Eisbergs liegt ein Großteil der Gefühle und Bedürfnisse im Verborgenen unter der (Meeres-)Oberfläche. Dieser verborgenen Lebendigkeit wollen wir Raum geben und haben dafür Karten entworfen, die begleiten können in die Tiefen des Eisbergs.

Wir sehen uns als Lernende im Umgang mit den Karten, begegnen weiteren Entwicklungen mit Offenheit und sind gespannt auf ein Wachsen an weiteren Erfahrungen.

 

 
 mehr Infos unter lifeisanecho.de
 mehr Infos unter mevameva.de